Donnerstag, 22. Januar 2015

Safranlamm (Kashmiri Qorma)




Diese Woche stand mal wieder indisches Essen auf der Speisekarte, da ich nun stolzer Besitzer des neuen indischen Rezeptwerkes "Indien, das Kochbuch von Professor Pushpesh Pant" bin. Pushpesh Pant reiste viele Jahre durch Indien, um die unzähligen Familienrezepte zu sammeln und diese in seinem Buch zu veröffentlichen. Das Buch hat ganze 1000 Rezepte, von welchen wir natürlich viele ausprobieren werden.
Nun war für den heutigen Tag das Safranlamm (Kashmiri Qorma) an der Reihe. Safran ist vielen als das teuerste Gewürz der Welt bekannt. Es handelt sich hierbei um die Stempel aus der Blüte des Krokus. In Handarbeit müssen diese gepflückt werden. Jede Blüte hat nur wenige dieser fast haardünnen Fäden. Danach werden sie aufwändig nach Farbe sortiert und getrocknet. Man kann sich leicht vorstellen wie viele Felder man ernten muss, um ein Kilo dieser Fäden zu bekommen. Daher kann der Preis pro Kilo schnell auf eine fünfstellige Summe anwachsen. Safran hat ein sehr intensives Aroma, welches man mit nichts anderem vergleichen kann. Deshalb wird auch nur sehr sehr wenig davon benötigt um das Rezept zu vervollkommen.



Für das Safranlamm werden einige Zutaten benötigt, welche man nicht im normalen Supermarkt bekommt. Wer aber so wie ich eine kleine Sammlung Zuhause hat, sollte fast alles da haben: ansonsten lassen sich alle Zutaten im Internet finden oder noch besser beim arabischen Gemüsehändler um die Ecke.

(4 Personen)
Zutaten:
750g Lammfleisch in Stücken
125g Ghee
150g Rosinen
2 EL Milch
10 grüne Kardamom
6 Zimtstangen
3 Gewürznelken#
2 TL Tamarindenpaste
4 Knoblauchzehen
1 TL Safran (1 Päckchen)
1 EL Zucker
Salz

  • Den Knoblauch zerdrücken und 5 Minuten in 125 ml Wasser einweichen. Die Flüssigkeit passieren und für das Rezept aufheben (Knoblauchwasser).
  • Den Safran in warme Milch einrühren und beiseite stellen.
  • In einer großen Kasserolle oder in einem schweren Gusseisentopf das Ghee erhitzen und das Fleisch, sowie Kardamom, Zimt und Gewürznelken anbraten. Wenn die Zutaten etwas Farbe bekommen haben, 250 ml Wasser angießen.
  • Knoblauchwasser und Tamarindenpaste zugeben und für 1 1/2h köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist.
  • Die Rosinen in etwas Butter anbraten und mit dem Safran und etwas Zucker zugeben.

Obiges Rezept ist für 4 Personen gedacht und da uns das Curry ein wenig zu trocken erschien, haben wir die Möglichkeit genutzt, einige Tage später das Safranlamm etwas zu variieren.
Hierfür haben wir den Rest mit einer halben Dose Kokosmilch und einem kleinen Becher Joghurt erneut aufgekocht und als zusätzlichen Aromengeber einen Teelöffel Curcuma zugegeben. Uns hat diese Version deutlich besser geschmeckt.


Wir wünschen Guten Appetit
Timo & Lena

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